Upstairs Gin: Städte als Sorten, Stufen als Geschichte

Upstairs Gin hat ein Konzept, das man sich sofort merkt: Jede Sorte steht für eine Stadt und trägt deren „Stufen“ oder Merkmale im Namen. Der „315 Upstairs Heidelberg Dry Gin“ verweist auf die 315 Stufen Heidelbergs, der „144 Square Gin“ auf die 144 Quadrate Mannheims, der „535 Chassalla“ auf Kassel. Gegründet wurde die Marke 2016 von Christopher Wloka, der aus der Premiumgastronomie kommt (unter anderem Traube Tonbach, Breidenbacher Hof), und dieser Hintergrund erklärt den ausgeprägten Sinn für Erzählung und Auftritt.

Produziert wird in der Kurpfalz, als Auftragsbrennerei wird eine Heidelberger Edelobstbrennerei genannt; die Marke betont die lokale Wertschöpfung und die handwerkliche Verarbeitung der Botanicals „über den Dächern Heidelbergs“. Die Rezepturen sind sortentypisch differenziert, beim Heidelberg-Gin etwa Wacholder, Heidelbeere und Bergamotte, beim Mannheim-Gin Himbeere, Brombeere, Lavendel und Zitronenthymian.

Für die Einordnung ist Upstairs ein Lehrstück in konzeptgetriebenem Regional-Marketing: Das Städte-und-Stufen-Motiv gibt einer an sich austauschbaren Kategorie eine unverwechselbare Klammer und lädt zum Sammeln ein. Positioniert im Premium-/Craft-Segment, bleibt die überregionale Bekanntheit bislang begrenzt, was für eine Marke mit dezidiert lokalem Storytelling aber eher konsequent als problematisch ist. Die Produkte sind aktuell über diverse Onlineshops im Handel.

Redaktioneller Hinweis: Auf der Website ist eine Medaille mit Jahr 2020 angegeben, ohne spezifizierten Wettbewerb; daher im Text nicht als konkreter Award behauptet.

Konakt zu Upstairs Gin: Städte als Sorten, Stufen als Geschichte

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Heidelberg
Deutschland

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